Perfektionismus wird im beruflichen Umfeld oft als Stärke gesehen. Wer besonders gründlich arbeitet, hohe Ansprüche an sich selbst stellt und Fehler vermeiden möchte, gilt schnell als leistungsstark. Doch genau dieser Anspruch kann zur Karrierebremse werden, vor allem dann, wenn Perfektionismus ins Handeln eingreift. Im folgenden Blogbeitrag erfährst du, wie du mit deinem Perfektionismus im Beruflichen Kontext besser umgehst!
Professionelles Arbeiten bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, Prioritäten zu setzen und Ergebnisse zu liefern. Perfektionismus hingegen zeigt sich häufig durch Kontrollzwang, Entscheidungshemmung und die Angst, bewertet zu werden. Aufgaben werden immer weiter optimiert, Präsentationen nie wirklich „fertig“ und Chancen vertagt, obwohl fachlich längst alles vorhanden wäre.
Im Berufsleben werden nicht nur Fachwissen und Genauigkeit bewertet, sondern vor allem Umsetzungskraft, Klarheit und Entscheidungsstärke. Perfektionismus kann genau diese Fähigkeiten blockieren:
Während andere handeln, sammeln Erfahrungen und wachsen, bleiben Perfektionisten oft im Hintergrund, nicht aus Mangel an Kompetenz, sondern aus zu hohem Anspruch an sich selbst.
Karriere entsteht nicht durch Fehlerfreiheit, sondern durch Lernfähigkeit. Qualität zeigt sich darin, relevante Aufgaben zuverlässig zu erledigen und Verantwortung zu übernehmen, nicht darin, alles perfekt kontrollieren zu wollen.
Ein hilfreicher Perspektivwechsel lautet: Was bringt diese Aufgabe voran? statt Was könnte noch schiefgehen?
Um Perfektionismus im Berufsalltag loszulassen, helfen konkrete Strategien:
Wer im Beruf vorankommen möchte, braucht nicht makellose Ergebnisse, sondern Klarheit, Mut und Umsetzungskraft. Perfektionismus mag Sicherheit versprechen, doch beruflicher Erfolg entsteht dort, wo Menschen ins Handeln kommen.
Oder anders gesagt: Besser fehlerhaft begonnen als perfekt gezögert.